Newsletteranmeldungen richtig einbetten

Wenn du keine Mitgliedschaften oder Spenden anbietest, ist die Newsletter-Anmeldung der wichtigste Call-to-Action auf deiner Website. Sie kann natürlich auch ergänzend zu einem monetären Angebot laufen.

Für die Newsletter-Anmeldung gibt es in der Regel keine eigene „Join“-Seite. Stattdessen arbeiten viele Websites mit gut sichtbaren Bannern, Pop-ups oder Buttons, über die Interessierte ihre E-Mail-Adresse direkt eintragen können. Manchmal führt der Button auch auf eine separate Seite mit einem ausführlicheren Anmeldeformular.

Auch hier gilt: Schau dir an, wie andere es umsetzen. Was spricht dich besonders an? Was wirkt eher abschreckend? Und vor allem: Was passt zu dir, deiner Zielgruppe und deinen Zielen?


Beispiele für Newsletteranmeldungen

1) RUMS

RUMS finanziert sich über ein Abo-Modell, arbeitet aber zusätzlich mit einem „6 Monate für 1 Euro“-Angebot. Dieses wird an verschiedenen Stellen der Website prominent platziert – in Form einer Newsletter-Anmeldung –, um zunächst die E-Mail-Adresse potenzieller Abonnent*innen zu gewinnen.

Der Call-to-Action ist relativ klassisch positioniert: oben rechts in der Menüleiste, direkt im Header und kurz vor dem Footer. Häufig werden Newsletter-Anmeldungen zusätzlich noch einmal im Footer selbst integriert. Darüber hinaus erscheint zwischen einzelnen Textabschnitten ein weiterer Banner, der sich in den Lesefluss einfügt und erneut auf das Angebot aufmerksam macht.

Alle Call-to-Actions sind orange hinterlegt und ähnlich gestaltet. Dadurch entsteht ein hoher Wiedererkennungswert, gleichzeitig kann die Wiederholung aber auch etwas repetitiv wirken.

Die Anmeldung erfolgt jeweils über einen Klick auf einen Button, der auf eine separate Anmeldeseite weiterleitet.

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2) loky*

loky* macht – ähnlich wie RUMS – ebenfalls dreimal auf den eigenen Newsletter aufmerksam. Der Call-to-Action oben rechts auf der Startseite und direkt unter dem Header ist ziemlich klassisch und entspricht dem, was man erwartet. Beim weiteren Scrollen wird es dann etwas spannender: loky* arbeitet mit einem zusätzlichen Farbelement und gestaltet die Newsletter-Anmeldung optisch anders. Inhaltlich ist es zwar derselbe Call-to-Action, aber durch das neue Design fällt er nochmal neu ins Auge.

Genau hier unterscheidet sich die Join-Page auch deutlich von RUMS: Während RUMS stark auf visuelle Wiederholung setzt, spielt loky* mehr mit Variation und Gestaltung.

Außerdem wechselt loky* bei der Umsetzung zwischen zwei Varianten: Manchmal kannst du deine E-Mail-Adresse direkt auf der Seite eingeben, manchmal führt ein Button erst auf eine separate Anmeldeseite

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3) Subcribe Now

Das Interessante an der Join-Page von Lennart Schneider von Subscribe Now ist, dass er mehrere unterschiedliche Produkte – und damit auch verschiedene Call-to-Actions – auf einer Website bündelt.

Die Newsletter-Anmeldung wird dabei besonders durch einen Pop-up-Banner hervorgehoben. Dieser enthält einen klaren Call-to-Action, eine kurze Beschreibung dessen, was dich im Newsletter erwartet, sowie die Information, wie häufig er versendet wird. Zusätzlich gibt es ein Feld zur Eingabe der E-Mail-Adresse und einen Datenschutzhinweis.

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4) morningcrunch

Die Seite von morningcrunch unterscheidet sich noch einmal deutlich von den anderen Join-Pages, denn sie ist komplett auf die Newsletter-Anmeldung ausgerichtet. Hier werden mehrere Newsletter angeboten, jeweils kurz beschrieben, und über verschiedene Auswahlmöglichkeiten kannst du direkt auswählen, welche Formate dich interessieren.

Zusätzlich gibt es einen Banner, der beim Scrollen dauerhaft sichtbar bleibt und in den du jederzeit deine E-Mail-Adresse eintragen kannst. Dadurch steht die Anmeldung die ganze Zeit im Fokus.

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Strategische Entscheidungen

Die Beispiele zeigen: Es gibt nicht die eine richtige Lösung, sondern verschiedene Möglichkeiten und einige strategische Entscheidungen, die du bewusst treffen solltest.

Für Newsletteranmeldungen gilt vor allem:

  • Wo platzierst du deine Call-to-Actions?

  • Setzt du auf ein einheitliches Design für hohen Wiedererkennungswert oder auf Variation, um immer wieder neue Aufmerksamkeit zu erzeugen?

  • Integrierst du das Anmeldefeld direkt auf der Seite oder arbeitest du mit einem Button, der auf eine separate Seite weiterleitet?

  • Nutzt du zusätzlich Pop-up-Banner oder verzichtest du bewusst darauf?


Newsletter und Mitgliedschaft

Wenn du sowohl einen Newsletter als auch eine Mitgliedschaft anbietest, solltest du dir genau überlegen, wie beide Angebote strategisch zusammenspielen. Es geht nicht nur um die Platzierung, sondern um den gesamten Nutzer*innenweg.

Überlege dir zunächst: Soll der Newsletter der erste Einstieg sein – also ein niedrigschwelliger Kontaktpunkt, über den Vertrauen aufgebaut wird? In vielen Fällen ist das sinnvoll, weil eine E-Mail-Anmeldung weniger Verbindlichkeit erfordert als eine Mitgliedschaft. Der Newsletter kann dann gezielt darauf vorbereiten, später Mitglied zu werden.

Oder sollen Newsletter und Mitgliedschaft direkt miteinander verknüpft sein? Zum Beispiel, indem Mitglieder automatisch den Newsletter erhalten oder Newsletter-Abonnent*innen exklusive Einblicke bekommen, die zur Mitgliedschaft hinführen. Wichtig ist, dass sich beide Angebote klar voneinander unterscheiden und ihr Mehrwert deutlich kommuniziert wird.

Vermeide zudem Konkurrenz zwischen den beiden Calls-to-Action. Wenn Nutzer*innen das Gefühl haben, sich entscheiden zu müssen, kann das eher abschreckend wirken. Besser ist ein klarer, nachvollziehbarer Aufbau: erst Beziehung, dann Bindung.

Teste deinen User-Flow unbedingt mit mehreren Personen – idealerweise aus deiner Zielgruppe. Beobachte, wo Unsicherheiten entstehen, was intuitiv funktioniert und an welchen Stellen Angebote übersehen oder als aufdringlich empfunden werden. So stellst du sicher, dass deine Strategie nicht nur logisch wirkt, sondern auch tatsächlich gut funktioniert.


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