Community-Journalismus
VilaWeb sieht sich selbst als tief verwurzelt in der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Der Aufbau und die Pflege von Beziehungen zu den Mitgliedern ihrer Community ist ihnen daher besonders wichtig. Dies zeigt sich nicht nur in speziellen Formaten, sondern vor allem in der Community-Mentalität, die VilaWeb etabliert hat. So befindet sich die Redaktion in einem frei zugänglichen Büro, dessen vorderer Bereich eine Buchhandlung ist. Dadurch haben Menschen sehr unkompliziert die Möglichkeit, mit den Journalistinnen und Journalisten in Kontakt zu treten. Partal sagt zudem, dass er jede E-Mail aus der Community persönlich beantwortet.
Das wichtigste Community-Format ist die jährliche VilaWeb-Versammlung. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe mit 10 bis 20 Terminen im Jahr in verschiedenen Städten Spaniens. Zu diesen Events sind alle VilaWeb-Abonnentinnen und Abonnenten eingeladen, hier können sie gemeinsam mit der Redaktion über die Zukunft von VilaWeb diskutieren.
Ein weiterer wichtiger Kanal für den Kontakt mit der Community ist WhatsApp. Die Idee entstand während der Covid-19-Pandemie: VilaWeb gründete damals eine WhatsApp-Gruppe mit Ärztinnen und Ärzten aus Krankenhäusern in ganz Spanien, die halfen, die Lage besser einzuschätzen, Fakten zu prüfen und Regierungsrichtlinien kritisch zu hinterfragen. Inzwischen betreibt VilaWeb mehrere Dutzend solcher Expertinnen-Gruppen auf WhatsApp, in denen verschiedene Themen diskutiert werden und deren Wissen die Redaktion bei Bedarf nutzen kann.
Zahlende Abonnentinnen und Abonnenten können außerdem Artikel kommentieren und diese mit anderen Leser*innen sowie mit den Journalist*innen auf der VilaWeb-Website diskutieren. Um die Diskussionen möglichst zivilisiert zu halten, ist die Nutzung von Klarnamen verpflichtend.
Trotz aller Offenheit gegenüber der Community zieht Vilaweb auch klare Grenzen. Auch wenn die Community sich auf vielfältige Weise einbringen kann, macht Vilaweb deutlich, dass die entscheidende Verantwortung bei den professionellen Journalist*innen und dem Führungsteam liegt.
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